No Kill Turnier 2016

Bei dem diesjährigen „No-Kill-Turnier“ bei Frank in der Schorfheide war Tom drei ganze Tage im April mit weiteren 30 Bognern dabei. Ja richtig gelesen, man durfte, in diesem Turnier der etwas anderen Art, kein Kill schießen, sonst gab es satte Minuspunkte. Nach der 13. Herausforderung, die damals von Harald mit dem Finalpfeilschuss zum Schluss nach all den dreizehn Jahren erstmalige gewonnen wurde, und somit zu Ende war, bot Frank nun „No-Kill-Turniere“ an.

Es galt, möglichst wenig Minuspunkt zu erzielen. Gemessen wurde die Entfernung zum Kill: also 5 cm zum Kill ergaben fünf Minuspunkte oder 130 cm Entfernung zum Kill ergaben 130 Minuspunkte (was durchaus möglich war, beim selbstgebauten Krokodil von 3,50 m Länge!). Wer nun dachte sicherheitshalber neben das Ziel, also einen Nuller zu schießen, der musste sich einen „Harald“ notieren. Am Ende multiplizierte jeder Schütze seine gesammelten Minuspunkte mit der Anzahl seiner „Haralds“. Also doch besser nah ans Kill, als total daneben schießen, aber bloß nicht ins Kill, denn das ergab noch mehr Minuspunkte. Ach, war das alles kompliziert!

Am ersten und am letzten Tag wechselten sich 3D Tierziele ab mit 2D Zielen, die ein Luftballonen als Ziel und viel, viel Eisen drum herum hatten – also lieber Luftballon platzen lassen oder Pfeilbruch riskieren, als noch einen „Harald“ schießen. „To shoot or not to shoot, that`s the question.“ hieß es oft, denn man konnte sich mit dem zweiten Pfeil und dem dritten Pfeil verbessern in dem Sinne, dass man weniger Minuspunkte schoss. Theoretisch jedenfalls. Alles klar?

Am zweiten Tag war Cloudschießen dran. Nicht die üblichen 165 m waren gestellt, sondern – bei Frank ist eben alles etwas anders – auf nur 35 m stand das Ziel, mit einem Ring von Luftballonen herum. Tier gleich Kill gleich satte Minuspunkte gleich schlecht. Luftballon gleich gut gleich wenig Minuspunkte. Alles andere zählte als „Harald“. Nun durfte man aber nicht einfach horizontal das Ziel anvisieren, sondern nur mit Flu Flu Pfeilen bei vollem Auszug (!) in den blauen Himmel schießen. Bei böigen Seitenwind gab es wieder viele „Haralds“.
TOM Tom, der sich über wenige „Haralds“ freute.

„Ganz schön anstrengend bei 200 Pfeilen, die ich an diesem Tag geschossen habe. Jeder Schütze hatte hier seine Probleme, da solche Art von Hochschüssen eben nicht überall trainiert werden können.“ kommentierte Tom.
Übernachtet wurde in Tipis am wunderschön gelegenen Werbellinsee mit tollem Ausblick bei auf- und untergehender Sonne. Der See war auch die einzige Waschmöglichkeit, bei gemessenen 3 Grad Plus Wassertemperatur, aber gefühlten 3 Grad Minus, was ja auch besser zur Zählweise bei diesem Turnier passte. „Life is strange“ kam es gequält über die blauen Lippen derjenigen, die nach der Schwitzhütte, die mit echten heißen Steinen aus dem Lagerfeuer angeheizt war, sich im kalten Werbellinsee abkühlten.

Da Frank am Sonntag Geburtstag hatte gab es ausreichend Bier und gute Verpflegung und sogar Kuchen anders als das Essen bei der damaligen Herausforderung.
Und die Geschichte von der Verköstigung vom Gammelfisch, Sursstörmming, die Frank allen am Sonnabend anbot, wird an einem anderen Lagerfeuer zu einem anderen Zeitpunkt erzählt werden. Es sei nur so viel verraten, dass die fünf mutigen Esser dieser ungewöhnlichen, gewöhnungsbedürftigen Delikatesse an diesem Abend allein in der Schwitzhütte saßen.
„Das kann man gar nicht Schreiben, das muss man erlebt haben.“ sagte Tom zum Autor dieses Artikels. Ich meine ein Versuch war es wert.
Schorse

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