Sommerturnier der Bogensparte 2017

Der Tag an dem es zählt, …

ob du triffst. Der Tag, der dir zeigt, ob sich dein Training gelohnt hat, der mentale Stärke von dir fordert und eine sichere Hand. Am 16.09.2017 versammeln sich 37 Bogenschützen zum jährlichen Sommerturnier der Bogensparte, um zu beweisen, was in ihnen steckt.

Es ist kurz vor 9:00 Uhr, die Sonne bricht durch die Blätter und flutet den noch Tau feuchten Platz, auf dem bereits einige fleißige Helfer dabei sind, alles für das Turnier vorzubereiten, das in knapp zwei Stunden beginnt. Das alles an den richtigen Ort kommt, dafür sorgen die Organisatoren Jan, Yannis und Thorsten. Emsig werden Tiere herbei geschleppt, die richtigen Entfernungen abgemessen, Ziele aufgebaut und die Medaillen bereit gelegt. Überall wird gewerkelt, geschäftiges Treiben prägt das Bild über dem trotz allem eine Atmosphäre liegt die still und entspannt ist.

Die ersten Ziele werden aufgebaut

Der Turnier-Parcour entsteht

Langsam füllt sich dann das Gelände mit den nach und nach eintreffenden Schützen und die eben noch vorherrschende Ruhe wird ersetzt durch Gespräche und Gelächter. Die gute Laune ist deutlich spürbar, ebenso die erwartungsvolle Vorfreude.

Die Bögen werden gespannt und die Köcher, mit den Pfeilen, geschultert. Man macht sich auf zum Einschießen. Eine halbe Stunde darf sich warm geschossen werden; die ersten stehen schon an der Schusslinie, mit eingenockten Pfeilen. Bald hört man das Surren der Sehnen und die Scheiben sind schnell mit bunten Federtupfen über sät.

Die Schützen haben Spaß beim einschießen

Die Schützen haben sichtlich Spaß beim einschießen

Allzu schnell vergeht die Zeit, dann ist es so weit, sich einer Gruppe anzuschließen. 25 Männer, 6 Frauen und 6 Jugendliche finden sich auf 11 Gruppen verteilt wider. Nachdem jeder eine Scorekarte erhalten hat und nach einer kurzen Einweisung, machen sich alle, konzentriert und gespannt, auf zum ersten Ziel. Die Bogenschützen werden von 13 abwechslungsreichen Zielen, unterschiedlich in Form und Schwierigkeit, erwartet.

Ein vorwitziges Erdmännchen muss durch ein Loch hindurch erlegt werden, vom Hochstand aus gilt es einen Tiefschuss zu absolvieren und eine Horde Wildschweine wird vom Wall aus zur Strecke gebracht. Als schwierig erweist sich der 3er Pasch Schuss, viele Schützen müssen dort ohne Punkte weiter ziehen und auch der Wilhelm Tell Schuss, bei dem man einem Bären einen Apfel vom Kopf schießen muss, ist eine Herausforderung.

Es gilt, der Apfel ist das Ziel

Es gilt, der Apfel ist das Ziel

Ein Fisch im Blattwerk versteckt, die Kobra von der Wippe aus und einen Weitschuss der zum Ziel einen imposanten Bären hat, trifft man ebenso an, auf der Jagd nach dem Kill.

Schorse beim Weitschuß auf den Bären

Weit, weit weg: Schorse und der Bär

2 Runden werden gegangen und den Einen oder Anderen lässt der Hunger schon sehnsüchtig zum Grillplatz schauen an dem Siggi die Kohlen zum Glühen bringt.

Nachdem das letzte Ziel geschossen ist, kann man sich dann mit Fleisch, Würstchen, Salat und Brot stärken. Währen des Essens wird ausgiebig diskutiert, welche Ziele besonders schwer waren, welche besonders ansprechend. Manch einer ärgert sich, das er nicht die Leistung erbringen konnte, die er gerne wollte. Andere nehmen es leicht, für sie steht das ´dabei sein´ im Vordergrund.

Als auch der Letzte satt ist, kommt es dann endlich zur Siegerehrung und gespannt warten alle auf das Ergebnis. Bei den Männern sichert sich Hartmut den 1. Platz, gefolgt von Clemens auf dem 2. und Jan auf dem 3. Platz. Anja konnte erfolgreich ihre Goldmedaille gegen die anderen Frauen verteidigen, Silber holt sich Yara und Vasi kann Bronze für sich beanspruchen. Ganz oben in der Riege der Jugendlichen steht Jakob, gefolgt von Leefke und Bela.

Lächelnde Gesichter sieht man, während die Sieger Lob und Anerkennung bekommen. Sie werden beglückwünscht und von allen Seiten brandet Applaus um sie herum. Ein ereignisreicher Tag geht langsam zu ende.

Wo man auch hinsieht...

Wo man auch hinsieht…

Überall machen sich Bogenschützen auf den Heimweg. Einige zufrieden mit ihrer Leistung, andere wären gerne besser gewesen. Zum Glück muss jeder für sich entscheiden, wie er an ein Turnier herangeht. Mit dem Gedanken des Gewinnens getragen von Ehrgeiz und dem Willen zum Erfolg oder um der Erfahrung wegen und dem Spaß am sportlichen Wettkampf. Was am Ende wichtig ist und bleibt, ist vielleicht die Erkenntnis, das wir von beidem etwas brauchen. Ohne dem Streben nach Mehr, stehen wir still, ohne Freude, bleibt das was wir tun, farblos.

...strahlende und lachende Bogenschützen

… lachende Bogenschützen

Nehmen wir uns doch die Kinder zum Vorbild, die diesen Balanceakt scheinbar wunderbar mühelos hin bekommen haben. Es war einfach schön zu sehen, mit welcher Begeisterung und mit wie viel Energie sie dabei waren.

Keno hat die Kobra fest im Blick

Keno hat die Kobra fest im Blick

Und am Ende ist es vielleicht das was zählt: die Vielfalt der Emotionen, mit der wir ein Turnier bestreiten und an die wir uns später erinnern werden.

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